Fondueplausch 2015

Fondueplausch 2015

Das neue Jahr hat erst gerade angefangen, sämtliche illusorischen guten Vorsätze wurden bereits mehrfach über den Haufen geworfen und der Alltag hat uns wieder.

Zeit für ein erstes Treffen mit dem Mx5-Club und was könnte bei diesem Wetter besser passen, als ein gemütlicher Fondueplausch im Restaurant Kreuz in Jonen.

Mit Temperaturen um die Nullgrad-Grenze ist es auch den meisten hartgesottenen Cabi-Fahrern zu frisch, so dass die meisten mit der anderen Kutsche anreisen.

Das gemütliche Separée im Restaurant Kreuz füllt sich nach und nach mit MX-5-lern (die Menschen, nicht die Autos). Zur Überraschung der Organisatorin, meinem lieben Gotti Theres, schliessen sich der illustren Gruppe auch zwei nicht erwartete Clubmitglieder an. Die Überraschungsgäste haben sich durch Versenden ihrer Anmeldung an eine falsche Handy-Nr. bei irgendeiner anderen Person zum Fondue angemeldet, welche wohl heute noch auf sie wartet. Dank der umsichtigen Planung der Organisatorin sitzen aber auch die beiden Überraschungsgäste bald vor einem leckeren Fondue.

Die Basler Conny und Johnny meldeten sich aufgrund der Witterung ab, so dass es an Louis und Stefan hängen blieb, die Basler Ehre, soweit vorhanden ;-), zu retten. Dies ist ihnen ganz wunderbar gelungen, Louis kam sogar standesgemäss im MX-5 vorgefahren und liess uns Blüemlitour-Fahrer damit ganz schön alt aussehen.

In der gemütlichen Runde genossen wir heissen Käse und kalte Getränke sowie anregende Diskussionen u. A. über Promis und TV-Shows (kam ich super draus) und Auto-Fachsimplerei (kam ich gar nicht draus). Es stellte sich für mich einmal mehr heraus, dass man sehr weit kommt, wenn man einfach ab und zu mal wissentlich nickt, als würde man genau wissen, was eine Verbundlenker-Achse ist und wo auf (im?) Auto sich der Nockenwellenantrieb befindet.

Im Laufe des Abends stürmen ein paar aufwendig kostümierte, fröhlich angetrunkene Fasnächtler das Restaurant. Wir bestaunen die lustigen Gwändli, die Standhaftigkeit ihrer Leber und das auffallende, zementdick aufgetragene „Make-up“, es erinnert mich etwas an die 13-Jährigen „Mädchen“ die einem in Zürich über den Weg stackeln.

Kurz vor 12 Uhr machen sich auch die letzten unter uns auf den Heimweg durch das schöne, winterliche Schneetreiben. Zwar waren wir heute ohne unsere schönen Cabis unterwegs, doch unserem freudigen Zusammengehörigkeitsgefühl hat dies keinen Abbruch getan.

Bericht von Alexandra

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Saisonschlussfahrt 2014

Saisonschlussfahrt 2014

Mit der Schlussfahrt vom 4. Oktober 2014 neigt sich eine schöne, Erlebnis- und kurvenreiche – aber zu meiner Überraschung bussenfreie – MX-5 Saison dem Ende zu.

Früh morgens schwingen wir uns in unsere Schlitten und düsen in Richtung Hinwil, wo wir uns für den Treffpunkt und einen ersten Kaffeeplausch treffen. Es dauert nicht lange, und wir sitzen vollständig am Kaffeetisch und geben uns alle Mühe, wach zu wirken. Erstaunlich wach ist ein rüstiger Senior aus dem Dorf (ja, Hinwil IST für mich ein Dorf, sorry), welcher sich ohne Scheu zu uns gesellt, nur um anschliessend ungefragt zum Teil romantisch-süsse, zum Teil etwas verstörende Memoiren aus seinem Leben preiszugeben. Dazwischen singt und pfeift er ein bisschen. Am Samstag Morgen früh. Vor dem ersten Kaffee. Bewundernswert! Was immer er zum Frühstück hatte, ich will es auch!

Nach der Stärkung besammelt sich das Heer auf dem Parkplatz, wo von Charly das Hauptverlesen gehalten und der Tarif bekannt gegeben wird. Es werde keine Blüemlitour geben. Es sollte sich herausstellen, dass er nicht zu viel versprochen hat.

Unsere 15, ab Mittag 16  Wagen setzen sich in Bewegung in Richtung Appenzell, und dies natürlich, trotz erfrischender Temperaturen, offen, das ist Ehrensache. Und macht auch viel mehr Spass. Bei so vielen Autos ist es zum Teil schwierig, unseren Konvoi aufrecht zu erhalten, doch mit Unterbrüchen finden wir immer wieder zurück in unsere Formation.

Während der Fahrt muss ich feststellen, dass die Blinker gewisser MX-5 entweder wohl aufgrund Nichtgebrauchs den Geist aufgegeben haben oder jedenfalls sparsam benutzt werden. Ganz im Gegenteil zum Gaspedal. Wir sind rassig unterwegs, doch wir haben wunderhübsche Autos, wir dürfen das. Gerne möchte ich anregen, dass der nächste Ausflug quer durch die Stadt Zürich stattfinden wird. Wir könnten mit all den eingenommenen Bussgelder die Steuern wohl drastisch senken ;-).

Wir sind immer noch unterwegs und statten zwischenzeitlich dem Kägifret Shop einen süssen Besuch ab, um uns den Bauch mit den gratis Probiererli vollzuschlagen. Lecker! Nach einem weiteren Kaffeehalt im Restaurant Löwen zieht unsere Karawane weiter.

Bei unserer Weiterfahrt über die Hulftegg in Richtung Appenzell blüht uns langsam, dass momentan im Appenzell Alpabzug und Veehschau-Zeit angesagt ist. Unsere Autos müssen sich den Weg durch die nicht klinisch sauberen Strassen bahnen und manch einer bereut, dass er vor der Ausfahrt sein Wägeli mit penibler Sorgfalt bis ins Detail gereinigt hat.

Nach einer rasanten Fahrt über die Schwägalp treffen wir im Restaurant Frohe Aussicht ein, wo wir selbige und ein köstliches Mittagessen geniessen. Vollgefressen und müde würden wir uns zu gern mit einem Liegestuhl in die saftige grüne Wiese legen und das Traumwetter geniessen. Doch wir sind ja nicht zum Chlillen da und so geht die Anti-Blüemlitour weiter. Wenig später findet sich unser Konvoi hinter einem mittelalterlichen rostigen Postauto, welches man so eigentlich nur noch in Drittweltländern antrifft. Es stottert und quietscht und raucht wie ein alter Hafenarbeiter und kämpft sich verzweifelt einen Hügel empor. Wir bzw. unser Anführer sind gezwungen, unser Tempo drastisch zu drosseln, Karma funktioniert eben doch ;-).

Es folgt ein turbulentes unfreiwilliges Suchspieli, da wir uns leider des Öfteren trennen, einander nicht nachkommen oder spontan abbiegen und uns nicht ganz einig sind, wo des Weges. Nachdem wir alle Wägeli und zumindest teilweise unsere Nerven wieder beisammen haben, werde letztere erneut auf die Probe gestellt als wir merken, dass vor uns ein gemütlicher Alpabzug von Statten geht. In einer bewundernswerten Seelenruhe dirigieren die Appenzeller Buurli ihr Veeh in Richtung Stall. Ein Spektakel und Dorfhighlight für die Bewohner, denn alles steht auf der Strasse und winkt und lacht. Unsere schnittigen Wagen hingegen kassieren eher skeptische bis verabscheuende Blicke, was in unserem Fall aber auch durchaus am ZH-Nummernschild, dem pinken Pulli und der Gucci-Sonnenbrille liegen kann.

Den Schlusspunkt bildet der Besuch beim Fahrzeugmuseum Bäretswil, welchen u.a. mein Gotti und ich auslassen, um uns langsam in Richtung Heimat aufzumachen. Ich habe im Anschluss noch selbst eine Autofahrt vor mir und der treue Leser meiner Berichte weiss, dass dies eine mit umfänglicher Vorbereitung verbundene Herausforderung für mich darstellt.

Glücklich, erschöpft und erfüllt fahren wir nach Hause und sind einmal mehr dankbar, einen tollen Tag mit dem MX-5 Club erlebt haben zu dürfen.

Vielen Dank an den Organisator und alle Teilnehmer!

Bericht: Alexandra

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Herbstaufahrt 2014

Herbstaufahrt 2014

Am Samstagmorgen bei leichter Bewölkung (nach diesem nassen Sommer!!) treffen sich sechs mx-5 mit ihren Passagieren im „Heidiland“.
Nach der ersten Stärkung mit Kafi und Gipfeli starten wir Richtung Chur über die Lenzerheide, mit deutlich kühleren Temperaturen und zwischenzeitlichem Regen weiter zum Albulapass. Fünf beherrschen die Technik während der Fahrt: “ Verdeck auf und wieder zu“, nur Thomas muss mit seinen Gefährt anhalten und warten bis sein Hardtop schliesst bzw. öffnet.
In la Punt vorbei am Gourmettempel vom „Retter Bumann“ zum Berninapass. Dieser Pass ist mehrheitlich von unseren Grenzgängern belagert. Der Kopf unserer Gruppe schaffte es mehrere dieser „Schleichern“ frühzeitig zu überholen, der Rest musste wohl oder übel hinten anschliessen.
Hinunter durchs Val Poschiavo.
In Tirano (Italien) fahren wir weiter bis ins nahe Bianzone zum Weingut „La Gatta“ der Fratelli Triacca. Dort werden wir bei herrlichem Sonnenschein vom Weinprofi Patrizio schon erwartet. Bei der Besichtigung der Rebanlage kommen wir ganz schön ins Schwitzen, wie ja jeder weiss sind Rebberge nicht gerade eben angelegt. Wir erfahren interessantes über den Anbau der Rebsorten, die Pflege, Ernte und deren Verarbeitung. Später zwischen Holzfässern im kühlen Weinkeller wird uns erklärt, wie der zukünftige Wein gelagert und abgefüllt wird, bis er in den Verkauf kommt.
Auf der Terrasse des traumhaften Weingutes geniessen wir den Apero, mit der ersten Wein-Probe. Auch das spezielle einheimische Essen wird uns später im Saal aufgetischt: Vorspeise, Pizzoccheri, Käse dazu immer den passenden Wein aus ihrer Produktion und für die Verdauung noch einen Grappa zum Dessert. Die Zeit ist nur so verflogen und wir sind sicher, dieser Besuch wird uns in guter Erinnerung bleiben.
Zur Info für unsere Berichte-Leser: Wir sind nicht betrunken in unsere Cabrios gestiegen, bei der Weinverkostung wird nur in dosiertem Mass ausgeschenkt und das nicht geschluckte darf man wegleeren.

Bei der Ankunft in Poschiavo werden wir von Signore Zanolari herzlichst begrüsst und er bemüht sich, dass alle einen Parkplatz finden. Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns beim Nachtessen. Was gibt es unter anderem: Pizoccheri (zum 2.) Zufrieden und mit gefülltem Magen lassen wir den Tag ausklingen.
Nach dem üppigen Frühstück treffen wir uns zum Dorfrundgang. Frau Zanolari führt uns mit viel Wissen durch ihr Dorf. Sie berichtet von der Geschichte des Puschlavs, welches eng verknüpft ist mit dem Veltlin, von der Armut der Talbewohner und vom Kaffee-Schmuggel. Der Weg führt durch enge Gassen, am neu renovierten „Spanische Villenviertel“ vorbei zum 700 jährigen Bauernhaus der Familie Tomé mitten im Dorf. Zuletzt bewohnt wurde es von 4 Tomé-Schwestern und ist noch im Originalzustand wie 1750, als es mit Scheune und Stall erweitert wurde. Im Innern ist die Zeit stillgestanden, ohne sanitäre Einrichtungen und in der Küche riecht es wie damals.
Auf dem Dorfplatz steht das alte Patrizier-Haus „Albrici“ aus dem Jahre 1782 und wird heute als Hotel betrieben mit der ursprünglichen Einrichtung. Die Betten in den Gästezimmern sind von damals, allerdings mit modernen Nasszellen. Viel weiss unsere Führerin zu berichten aus alten Zeiten und wie sich das Tal entwickelt hat, sehr interessant.
Zum Mittagessen fahren wir mit unseren Boliden auf schmaler, sehr kurviger Strasse nach Selva auf 1545 müM. Dort hat Michaela für uns das Essen bestellt, was gibt’s: Pizzoccheri (zum 3.) mit feinen Luganighette. Auch der feine Wein vom Vortag wird angeboten, aber die Mehrzahl hält sich am Wasserglas fest.
Nach so viel Kulinarischen geht’s über den Berninapass Richtung Chur. Nach dem Kafihalt in Bivio bedanken wir uns für das gut organisierte Schlemmer-Wochenende bei Gery und Michaela. Wir fahren im strömenden Regen entweder über die Lenzerheide oder direkt auf der Autobahn heimwärts.

Bericht von Esther

1. August Ausfahrt 2014

1. August Ausfahrt 2014

Morgenstund hat Gold im Mund oder Trittst im Morgenrot daher – wie auch immer um 8 Uhr morgens trafen wir uns bei Theres zu Hause wo mir mit einem offerierten Zmorgen zuerst einmal gestärkt wurden. Bei Kaffee, Birchermüesli, feinen Broten und Fleisch und Käse konnten sich die 16 TeilnehmerInnen gemütlich kennenlernen und wurden gleich noch unterhalten durch die 5 Papageien Ferien Pensionäre um die sich momentan Theres kümmert. Wir staunten nicht schlecht, da wurden Katzen, Esel oder verstopfte Abflussleitungen imitiert.

Um 9 Uhr fuhr der Konvoi von 9 MX-5 los Richtung Wohlen AG. In Wohlen wurden wir von Frau Amsler vom Strohmuseum im Park Empfangen und durch Park und Museum geführt. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Fabrikantenvilla Isler, 1860 vom Firmengründer Friedrich August Isler erbaut inmitten eines wunderschönen Parks, die Bäume (unter anderem ein Ginko-Baum) in der Zwischenzeit nun über 100 Jahre alt. Das Strohmuseum widmet sich der aussergewöhnlichen Geschichte der Freiämter Hutgeflechtindustrie. In keiner anderen Region der Welt sind im 19. Jahrhundert solch feine Hutgarnituren hergestellt worden wie im aargauischen Freiamt. Stroh, dieses bescheidene Material, war zwei Jahrhunderte lang Grundlage eines bedeutsamen Wirtschaftszweiges in dieser Gegend. Was im 18. Und 19. Jahrhundert als Heimarbeit begonnen hatte, entwickelte sich zu einer exportorientierten Industrie für einen launenhaften internationalen Modemarkt und fand seinen Niedergang im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Anschliessend führte unsere Route geführt durch Vreni und Klaus durch sommerliche Landschaften vorbei an Hallwiler und Sempachersee ins Emmenthal wo wir im Restaurant Riedbad in Wasen bei Sumiswald (auch Hexenhüsli genannt) zum Zmittag erwartet wurden. Der Weg zum Restaurant führte entlang des Hornbachs, das am 1. August friedlich vor sich hin fliessendes Bächli verwandelte sich durch die vielen Regenfälle der letzten Woche in einen reissenden Strom, der sichtbare Spuren hinterliess. Zum Glück konnte die Zufahrtstrasse wieder befahren werden und wir konnten unser Mittagessen in schauerlich gfürchiger Hexen, Spinnen, und sonstiger Dekoration einnehmen.

Am Nachmittag fuhren wir durchs Emmental und Entlebuch wieder Richtung Sursee wo wie uns verabschiedeten.

Herzlichen Dank an Theres, Vreni und Klaus für die Organisation dieses Ausfluges an unserem Nationalfeiertag.

Bericht von Mirjam
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Sommerausfahrt 2014

Sommerausfahrt 2014

Das Wetter kann nur noch besser werden…
dachte ich mir beim losfahren von zu Hause. Beim Treffpunkt war es noch nicht besser! Also zuerst mal einen Kaffee im Heidiland, in der Hoffnung, nachher einen blauen Himmel zu sehen! Gery und Michaela begrüssten die unentwegten MX-Fahrer. Nach der obligaten Begrüssung der Mitglieder und zwei neuen Tourteilnehmer machten wir uns auf zu unseren Fahrzeugen. Leider goss es weiter in Strömen, so dass es niemand wagte offen zu fahren. Elf schnittige Flitzer machten sich auf die Piste, leider haben sich heute Morgen noch einige abgemeldet, der Grund, das nasse Wetter.
In der Gischt des Vorderwagens fuhren wir kurz auf die Autobahn um an der nächsten Ausfahrt diese wieder zu verlassen. So erreichten wir Reichenau und folgten der alten Strasse Richtung Bonaduz. Dort zweigten wir ab nach Versam entlang dem Hinterrhein, der 120m tiefer, durch die faszinierende Ruinaulta seine Schleifen zog. Entstanden ist diese Schlucht durch einen gewaltigen Bergsturz vor 10’000 Jahren vom Flimserstein und durch die stete Arbeit des Wassers, das sich seinen Weg suchte durch das Trümmerfeld. Heute bildet es den Gran Canyon der Schweiz und zieht viele Besucher an. Zu diesen gehörten auch wir, nur sahen wir nicht hinunter zum Rhein, teils verdeckt durch Mauern und vor allem durch Nebel. Also ein Grund nochmals durchzufahren und anhalten und staunen. Es lohnt sich!

Eine Kurvenreiche Strasse führte weiter nach Valendas, vorbei am grössten Holzbrunnen Europas, nach Ilanz. Hier parkten wir zum Kaffeehalt mit der Hoffnung, dass der Regen aufhört uns zu verfolgen. Doch weit gefehlt, es trieft und trieft und …, einmal mehr einmal weniger. Doch ein MX-5 Fan kann das nicht erschüttern und er fährt ungeachtet der miesen Verhältnissen weiter. Immer mit dem Camping Sound im Ohr. Wer kennt das nicht? Das ist, wenn es nachts regnet auf dem Zeltplatz und man in den Schlaf getropft wird, immer mit der Hoffnung, dass das Zelt dicht ist. Hier ruhte die Hoffnung auf dem Verdeck und diese stirbt zuletzt.

Der Weg führte uns nach Trun zur Besichtigung und Führung durch Radical Sports Cars Switzerland. Hier begrüssen wir ein weiteres Mitglied, angereist aus dem Wallis, somit sind 12 MX-5 im Regen unterwegs. Zwei Jungunternehmer haben sich zum Unternehmen entwickelt, das den Autofans das Rennfeeling vermittelt. Sie revidieren und transportieren diese Rennboliden zu den Rennbahnen, stellen die Fahrzeuge bereit und die Kunden können ihre Runden drehen. Nach ca. 40 Betriebsstunden muss der Motor revidiert werden und das geschieht in England. Die Eigner sind Einzelpersonen oder sie teilen das Vehikel bis zu dritt. Spitzengeschwindigkeit bis 300 km/h. Ein Strassenmodell, das offiziell zugelassen ist, macht den Oberalppass manchmal unsicher.

Nachdem unser Wissensdurst gestillt war, machte sich der Hunger bemerkbar. Wir folgten dem grünen MX-5 zum Restaurant „La Pera“ in Trun. Nach einem feinen Mittagessen führte uns der Weg nach Disentis zum Kloster und der dazugehörenden barocken Kirche. Von der Wetterfront nichts neues Regen, Regen und nochmals Regen….! Der Besuch in der Klosterkirche hat nichts genützt!

Hatte ich vorhin gesagt, ein MX-5 Fan kann das nicht erschüttern? Weit gefehlt, nach der Klosterkirche durchflutete ein Regenguss die Gruppe und spülte fünf Autos einfach weg, nach Hasuse. Immerhin sechs Autos blieben in der Spur von Gery und Michaela. Diese führten uns über den Lukmanier hinunter nach Biasca und der alten San Bernardinostrasse folgend hinauf zum Tunnel. Überall stürzten tosende Wasserfälle über die Felswände ins Tal. Die Folge der heftigen Regenfälle. Beim Kaffeehalt hat sich Gery entschlossen nicht über den Pass zu fahren sondern durch den Tunnel. Wir waren damit einverstanden. Doch auch im Tunnel wollte niemand das Verdeck öffnen!!!

Einen Schock erlebte ich, als ich mit dem kalten Auto in den Tunnel eingefahren bin. Im warmen Tunnel haben sich die Scheiben innen und aussen in Sekundenschnelle beschlagen. Ich spürte dass ich auf der Mittellinie fuhr und nicht mehr nach links halten darf. Ich fuhr nach Gehör und setzte alle Hebel in Bewegung um wieder klare Sicht zu erhalten. Was dann endlich gelang. Bei mir ist ein Schutzengel mitgefahren und hat uns vor schlimmeren bewahrt.

Inzwischen hat sich ein weiterer Teilnehmer aus dem Staub (Regen) gemacht. Ich bemerkte dies durch das ausbleiben des speziellen Sounds… …und es regnet immer noch! Hinterrhein war in Sicht und somit auch das angesagte Raclette im Bachhuuschäller. Zielstrebig führte uns die Reiseleitung zum Lokal. Sechs Fahrzeuge erreichten schlussendlich das Ziel. Im markanten Haus von Christina und Johann Egger wurden wir herzlich empfangen. Johann erzählte uns, dass das Haus früher Vorräte gelagert hatte. Der San Bernardino war früher ein wichtiger Umschlagplatz für Güter. Ein wohlhabendes Dorf mit Häusern aus meterdicken Mauern, teils zum Schutz vor Kälte und teils zum Schutz vor Dieben. So hat man die Vorräte im Winter unter dem Schnee versteckt, im Sommer war dies nicht möglich. Auch wurde geplündert, durch über den Pass ziehende Heere.

Die Fam. Egger hat einen Vorratsraum umgebaut in ein gemütliches Raclettstübli daraus gemacht. Ein Gewölbe mit Ambiente. Hier liessen wir uns verwöhnen mit Köstlichkeiten aus der Küche von Christina. Bald schon haben wir vergessen dass es draussen regnet! …oder nicht mehr? Nun soviel sei verraten, die Creme zum Dessert war noch das Tüpfelchen aufs i. Bei dem einen der Schlagrahm!

Schweren Herzens machten wir uns nach halb neun auf den Heimweg. Als wir aus dem Haus kommen, was sehen wir da? Blaue Flecken am Himmel und ringsherum verschneite Gipfel und …es regnet nicht mehr!!

Stefan und seine Freundin, Linda und ich fuhren nach Splügen und verbrachten die Nacht dort. Am Montag fuhren wir mit unseren Flitzern noch über den Splügen-, Maloja- und Albulapass. Verdeck unten! Es hat sich gelohnt noch einen Tag anzuhängen. Wir genossen die Sonne, den Fahrtwind, die frische Luft und die Freiheit im Roadster. In Davos verabschiedeten wir uns von Stefan und Partnerin und fuhren nach Hause.

Herzlichen Dank an die Organisatoren, schade war das Wetter nicht nach unseren Wünschen. Es hat trotzdem Spass gemacht.

Der Schreiberling, Jörg

Und draussen siehts so aus!10Auf Strasse zugelassen05 Einsitzer Trockenmodell03Ein Gewirr von Technik07In der Klosterkirche12Das Haus der Fam. Egger, Hinterrhein15Plaudern und ... was wohl?18 das Pünktchen auf dem i !19 Hinterrhein mit Schneefallgrenze14Gleich gehts los am Montagmorgen...20 Die Natur als Ingenieur22 Mittagszeit auf dem Malojapass23 Durchs Engadin mit verschneiten Gipfel am 30. Juni 2014-24   Hinunter nach Bergün26

Pfingstausflug 2014

Pfingstausflug 2014

Für den Pfingstausflug des MX-5 Club Suisse hatte sich eine beachtliche Zahl Clubmitglieder angemeldet und zum Treffpunkt an der Autobahnraststätte Forrenberg kamen die aufgeweckten Reiselustigen aus allen Himmelsrichtungen angefahren. „Aufgeweckt“ waren um 9 Uhr morgens noch nicht so alle – die „Jugend“ braucht eben ihren Schlaf –  aber mit Cola, Schoggicroissant (anstatt der gewohnten Bündner Küche) und „österreichischem Überraschungsschmankerl“ in Form von Harry und seinen Sprüchen wurde auch die letzte Schlafmütze wach-geweckt. Und damit konnte das Pfingst-Abenteuer, das von Vreni und Klaus organisiert wurde, bei schönstem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen beginnen.

Wir fuhren durch hübsche Dörfer im Thurgau in Richtung Frauenfeld und weiter dem Bodensee entlang bis nach Konstanz, wo wir das Sealife besuchten. Vor dem Rundgang wurden wir als Gruppe zuerst in einen Raum mit Nemo (dem bekannten Fisch) geführt und von einem jungen „Gruppenbetreuer“ unterhalten (oder haben wir ihn unterhalten?!) Aus dem Konzept liess er sich aber nicht bringen. Wir durften dort auch unsere Interessen am (Unterwasser-)Leben benennen; Seegurke, Forelle und Delfin wurden als „Objekte der Begierde“ genannt, was Raum zu Spekulation, Fantasie und neuem Kennenlernen der Mitfahrer liess, wie z.B. dem sich öffentlich bekennenden „Swinger“. Wir erfuhren auch noch, dass Weibchen Fisch grösser ist als Männchen-Fisch (also weiss nümma, wella Fisch das jetzt gsi isch) und es Zwitter gibt, die ihr Geschlecht je nach Bedarf wechseln können. Mit so viel neuen und hoch spannenden Infos bestückt machten wir dann den Rundgang und staunten über die Vielfalt der Fischwelt. Und: Auch gibt’s ausser Fisch im Sealife Wasserschildkröten und Pinguine.

Das Zmittag – jeder bestellte, wonach ihm der Sinn stand – durften wir in einem open-air Bahnwagen des Restaurants „Hafen Halle“ in der Nähe des Sealife geniessen. Da wäre die Schreiberin gerne noch viiel länger geblieben bei Schwäbischen Spätzle mit Zwiebelkruste und g’spritztem Weissen.

Später ging’s im wirklich „heissen“ Schlitten über Dornbirn und Bödele nach Bezau, wo wir schweissgebadet (da sah niemand mehr so knackig aus…) in einem Café Halt machten und uns der Dessertauswahl und der Fruchtschorlen erfreuten. Nachher fuhren wir, mal etwas zügiger, mal etwas viel mehr und zumeist langsamer (was da halt bei solchem Wetter alles auf der Strasse fährt…) über das idyllische Tannheimer Tal zu unserem „Deutschen Haus“ in Sonthofen. Noch auf österreichischem Boden tankten wir (also dieses Mal erhielten unsere Autos ein feines „Stöffsche“!) und da staunte Fräulein Beifahrer und diesen-Bericht-Schreiberin nicht schlecht, als Walti von einer unbekannten Blondine an der „Tanke“ „angebaggert“ wurde, währenddem Esther unbekümmert das Auto von der Zapfsäule wegfuhr und den MX auf einem Parkplatz abstellte, um den nachfolgenden Autos Platz zu machen. Es stellte sich aber schon kurz darauf heraus, dass die Frau von der „Tanke“ quasi zum Kellerschen „Freunde-Inventar“ gehört, „bestellt war“ und drum dann auch gleich am Sonntag mit auf der Tour war.

Im „Deutschen Haus“ durften wir uns auch an leckeren Speisen und Getränken auf der Terrasse erfreuen. Und: Die Ordnungshüter in Sonthofen nehmen ihren Job sehr genau und scheinen unermüdlich Einsatz zu leisten, wie wir aus nächster Nähe mitverfolgen konnten – schön entspannt im Sitzen während dem Znacht und dem Apéro davor und dem Kaffee (mit Marillen o. Waldhimbeerschnaps) danach. Die warmen Temperaturen hielten auch bis mind. Mitternacht an, da bleibt man dann gerne noch in gemütlicher Runde länger sitzen…

Am Sonntag stand die Besichtigung des Automuseums von Fritz B. Busch auf dem Programm. Die Fahrt dorthin führte, dank wenig Verkehr in sehr sportlicher – und damit MX-5 artgerechter Fahrweise – über kurvenreiche Landstrassen und Insider-Strässchen bis nach Wolfegg.

Das Automuseum Busch ist mit rund 200 ausgestellten Autos, Motorrädern, Traktoren und Wohnwagen eines der größten privaten Automuseen Deutschlands. Im malerischen Ausflugsort Wolfegg am Rande des Allgäus hat der Automobilschriftsteller Fritz B. Busch (1922 – 2010) liebevoll und mit viel Engagement sein «Erzähl-Museum» mit ganz eigener Atmosphäre geschaffen. Gegründet 1973 in einem 500 Jahre alten Nebengebäude des fürstlichen Schlosses von Waldburg-Wolfegg und seither immer wieder erweitert und verschönert, zeigt es jetzt mehr als 200 Oldtimer in zwei Gebäuden auf vier Ebenen. Die an vielen Exponaten angebrachten Anekdoten und Erinnerungen brachten manchen von uns zum Schmunzeln. Wohl zu Recht wird dieses Museum von begeisterten Besuchern als eines der schönsten privaten Automuseen Europas bezeichnet.

Zu Fuss ging es später in Richtung Gasthof Zur Post, wo wir unter riesigen Kastanienbäumen unser Mittagessen geniessen und relaxen konnten. Die anschliessende „heisse“ Rückfahrt nach Sonthofen führte uns erneut über tolle Strässchen bis zurück zu unserem Hotel, wo wir auf der zum Glück schattigen Terrasse den restlichen Nachmittag bei einem kühlen „Hirschbräu“ ausklingen lassen konnten.

(Die Schreiberin war an diesem Tag zu Fuss unterwegs – hoch zum Sonthofer Hof, kann man auch mit dem Auto bis zur Hütte hin. Schöne Aussicht!)

Am Montagmorgen traten wir die Heimfahrt an und fuhren nochmals durch malerische Landschaft und mal kurvenreiche, mal geradere Strecken (wie halt die Wege so sind J) am nördlichen Bodenseeufer zum Kaffeehalt unter Kastanien im Gasthof Adler in Hefigkofen. Frisch gestärkt fuhren wir alsdann zum Gastronomie-Erlebnisbauernhof Lochmühle in Eigeltingen, wo altertümliche Kinderwagen von der Decke hängen und wir alle zusammen an einer Tafel sassen und assen, schön gemütlich. Frei umherlaufende, etwas zerzauselt geschorene Lamas „bewachten“ derweil unsere Fahrzeuge.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns voneinander und grüppchen-/regionennah-weise fuhren wir, mit vielen neuen Eindrücken, über Land nach Hause.

Es war ein wunderbares langes (und kurzweiliges!) Wochenende, das Ihr, Vreni und Klaus, für uns organisiert habt! Wir haben es sehr genossen – Danke grande!

Bericht: Michaela