Saisoneröffnung 2014
Nachdem ich bereits im September zusammen mit meinem Gotti einen wunderbaren mx-5-Ausflug geniessen durfte, freue ich mich natürlich, auch bei der diesjährigen Saisoneröffnung dabei zu sein.
Früh morgens werde ich von meinem Gotti abgeholt und stelle fest, dass es einen grossen Unterschied ist, am Samstag um 06:30 Uhr aufzustehen oder nach Hause zu kommen 😉
Freudig nehme ich neben meinem Gotti auf dem Beifahrersitz Platz. Da ich in Zürich wohne, habe ich vernünftigerweise und zur Freude meines Portemonnaies sowie meiner Versicherung das Autofahren aufgegeben. Ich bin wohl auf dem Beifahrersitz besser aufgehoben, denn ich bin kein geborenes Autofahrtalent. Mein toter Winkel ist grösser als die Romandie und ich würde wohl Stunden und anschliessend einen Anwalt benötigen, um irgendwo rückwärts einzuparken. Als Beifahrerin konzentriere ich mich auf das „on-board-entertainment“, versuche also, für die Unterhaltung zu sorgen. Kartenlesen gehört, Navis sei Dank, ja nicht mehr zu den klassischen Beifahrer-Aufgaben. Zum Glück, denn ich könnte keine Karten lesen wenn es um mein Leben ginge.
Gut eine Stunde später kommen wir am Treffpunkt, dem Restaurant Waldegg in St. Gallenkappel, an und sind freudig überrascht, auf dem Parkplatz bereits eine Armee von mx-5-Autos in allen Farben zu entdecken. Stolze fünfzehn Autos nehmen an der Saisoneröffnung teil. Wir geniessen im Restaurant eine kleine Stärkung, begrüssen Piloten und Co-Piloten und machen uns kurz darauf auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, obwohl ja eigentlich der Weg das Ziel ist, nicht wahr.
Trotz gegenteiliger Wetterprognose haben wir Glück mit dem Wetter. Ich bin überzeugt, das liegt daran, dass ich tags zuvor extra die ganze Schachtel Pralinen aufgegessen habe 😉 Mit offenen Autos formieren wir unseren Konvoi und machen uns auf in Richtung Ostschweiz.
Isa und Fernando haben eine wunderbare Route zusammengestellt, welche uns durch idyllische Dörfchen, über den Ricken und auf kurvige Strassen mitten im Grün führt. Unser nächster Halt ist die Appenzeller Schaukäserei, wo wir, ganz modern, mit i-Pads ausgerüstet eine Führung mitmachen und dabei interessante Fakten über die Käseherstellung gewinnen können. Doch eigentlich interessieren wir uns vor Allem für die anschliessende Käse-Degustation 😉 Wir stürzen uns wie Tiere auf unsere Beute. Natürlich darf ein anschliessender Grosseinkauf im Käse-Shop nicht fehlen, wir schlagen zu und verlassen den Käsetempel mit grossen Säcken voller essbarer Souvenirs.
Petrus ist immer noch auf unsere Seite und wohl auch ein mx-5-Fahrer, denn nach wie vor kommen wir in den Genuss, offen in Richtung Appenzell zu brausen.
Nachdem sich unsere Gruppe unabsichtlich kurz getrennt hatte, treffen wir wieder glücklich vereint beim Erlebnis-Restaurant Schnuggebock ein. Ein riesiges Bauernhaus mit viel Umschwung, süssen Geissli und Schäfchen und weniger süssen riesigen Stieren beherbergt uns für ein fantastisches Mittagessen wie zu Grossmutters Zeiten. Touristengerecht werden wir vom Hausherr Jock im traditionellen Appenzeller Dress eingeführt in die Besonderheiten des Schnuggebock und singen/summen/krächzen sogar noch zusammen ein Ständchen bevor wir die leckere, vom Haus offerierte Suppe, Chäshörnli und die einzigartige Atmosphäre des Schnuggebock geniessen.
Obwohl wir uns die Bäuche so richtig vollgeschlagen haben, lassen wir uns nach einem Rundgang durch das faszinierende Bauernhaus einen Abstecher in die hauseigene Bäckerei nicht entgehen und erstehen auch dort eine kleine Leckerei.
Etwas nach 14 Uhr zieht es unseren Konvoi langsam aber sicher in Richtung Heimat. Wir legen erneut eine beachtliche und sehr kurvige Strecke zurück und erfreuen uns unserer schönen Autos, welche auch des Öfteren bewundernde und belustigte, zum Teil böse und vorwurfsvolle Blicke ernten. Zweites vor Allem in Gegenden, in welchen wohl sonst auf das Jahr verteilt höchstens fünfzehn Autos gesehen werden.
Durstig erreichen wir schliesslich das Restaurant Hulftegg, wo wir bei Getränken und Dessert diesen schönen und erlebnisreichen Tag ausklingen lassen, bevor wir uns, bereits in Vorfreude auf die nächste Ausfahrt, verabschieden und die Heimfahrt antreten.
Mein Gotti und ich tuckern gemütlich und glücklich über diese tolle Ausfahrt heim. Vor, hinter und neben uns aber fehlen nun die schönen, schnittigen und einfach wunderbaren mx-5. Beim Anblick der unförmigen, langweiligen Göpel um uns herum gelange ich zu einer typisch zürcherischen Ansicht: Irgendwie sind alle anderen hässlich.
😉
Bericht von Alexandra

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