Mit anfänglichen Startschwierigkeiten zur Anmeldung am MX-5 Treffen vom 14. bis 17. Mai 2015 in Holland. Zwei Clubmitglieder, Jörg mit Linda und Walter und ich machen sich auf die Reise. Am Montag starten wir Richtung Schwarzwald auf schönen kurvigen Strassen über Blumberg, Bräunlingen, Schramberg, Freudenstadt, Igelsbach, Unterreichenbach mit dem Ziel das Hotel „untere Kapfenhardter Mühle“ zur ersten Übernachtung (langjährigen Mitglieder ist dieses Hotel vom Pfingstausflug 2004 bekannt).
Die Reise geht weiter über Pforzheim, Eppingen Richtung Aschaffenburg, dann kurz auf die Autobahn. Weiter über Land nach Lohra, Giessen, Richtung Siegen. Wir finden eine Unterkunft in Bad Laasphe nach 314 km. Beim Abendessen wird die Strassenkarte studiert und bald sind wir uns einig: Keine Autobahn, sondern die Gegend geniessen. Unterwegs machen wir spontan einen Besuch in Haltern a.S. zum bekannten „Prickings-Hof“ mit dem Slogan „sowas hat die Welt noch nicht gesehen“ ein riesengrosser Bauernhof. Fazit: sehenswert ist übertrieben, und die Tierhaltung wird vom Tierschutz angeprangert.
Am dritten Tag an den Rhein nach Rees, nahe der holländischen Grenze. Das sehr schöne Hotel Rheinpark steht direkt am Wasser. Wir erfreuen uns am regen Schiffsverkehr auf dem Rhein von und nach Rotterdam. Mit einem Spaziergang vor dem Abendessen entdecken wir das schöne Städtchen. Am Auffahrts-Morgen werden wir an der Tankstelle in Elten an der A12 von Rob und seinem Sohn erwartet. Mit sieben MX-5 fahren wir im Konvoi zu Kaffee und Kuchen um weitere Teilnehmer zu treffen. Bekannte und neue Gesichter begrüssen sich in Gelderland, im Nationalpark „de Veluvezoom“ ein Aussichtspunkt mit der gigantischen Höhe von 106 m.ü.M. Gemeinsam fahren wir ins Airborne-Museum um die Geschichte vom 2. Weltkrieg zu erleben. Dies ist wortwörtlich zu nehmen, da alles mit Film und original Ton bespielt wird, bekommt man das Gefühl, mitten im Krieg zu sein. Wieder in der Jetztzeit sind neue Teilnehmer eingetroffen. Wir werden alle nach Hengolo geführt, was einfacher klingt als es in Wirklichkeit ist, aber am Schluss sind wir alle am Ziel. Alle Teilnehmer werden mit Infos und Begrüssungsgeschenk willkommen geheissen. Beim gemeinsamen Nachtessen mit zehn Achter-Tischen sind weitere bekannte Gesichter aus früheren Treffen wie CCR oder in Dänemark auszumachen.
Am Freitagmorgen bei leichter Bewölkung und Wind, treffen wir uns auf dem reservierten Hotel-Parkplatz. Die Tour-Führer in gelben Westen bieten drei Touren an. Wir wählen die „Berkeland Route“ und bekommen ein Tour Handbuch. Wir lassen uns überraschen wohin die Reise geht. Auf sehr schönen Strassen geniessen wir die weiten Ebenen dieses Landes. Zum Glück sind beide Schweizer-MX-5 nicht tiefergelegt, denn es hat sehr viele „Drempel“ (Schwellen) auf den Strassen und so überstehen wir diese ohne Schaden. Zur Kaffeepause werden wir von einem Mazda Garagenbesitzer erwartet. Es ist noch ein Kristallmuseum vorgesehen, wird aber aus Zeitgründen nicht besucht. Nach 56,5 Meilen steht ein Besuch bei Jan Scholten an, ein MX-5-Sammler, er verkauft Ersatzteile für den MX-5. Er ist begeistert von den vielen Besuchern und wollte unseren roten Flitzer gleich abkaufen, ihm fehlt dieses Sondermodel in seiner Sammlung. Sein Angebot gilt noch dieses Jahr!
Der Samstag begrüsst uns mit nassem Wetter und zusammen mit dem ewigen Wind zwingt er uns, eine Jacke mehr anziehen. Wir schliessen uns der „Zwolletour“ an. Dort gibt es ein Kunstmuseum und einige Teilnehmer finden die Ausstellung sehr interessant. Ausser das spezielle Aussehen dieses Gebäudes ist die Ausstellung nicht nach unserem Geschmack. Da es Samstag ist und die Parkhäuser überfüllt sind, können nicht alle am selben Ort parkieren und so verlieren wir uns aus den Augen. Wir machen einen Bummel ins Zentrum und kehren dank Navi selbständig wieder nach Hengolo zurück. Andern ist es ebenso ergangen, nach und nach findet unsere Gruppe wieder ins Hotel zurück. Beim anschliessenden Nachtessen mit Livemusik, welche zum Tanz auffordert (wenige nützen das Angebot), diskutieren wir lieber mit dem Tischnachbar(In). Es werden, neben Ansprachen von Gästen und Gastgebern, Gastgeschenke übergeben. Das Geschenk von unserem Club wird sehr geschätzt (Sackmesser, Schokolade und Caps). Die teilnehmenden Länder bekommen auch eine Aufforderung wieder ein internationales Treffen zu organisieren. Die CCR ist allen Teilnehmern noch in guter Erinnerung. Im 2016 könnte es Irland sein (noch keine Zusage) im 2017 findet es wieder in Dänemark statt.
Am Sonntag heisst es Abschied nehmen. Jörg und Linda fahren Richtung Schweiz. Wir bleiben noch in NL und möchten das Land noch mehr erkundigen. Ed und Ina (NL) wollen uns noch in den Norden führen, auf schönen Wegen über Almelo, Herenveen, Sneek, Bolsward fahren wir auf den „Afsluitdijk“ ein Deich von 32 km Länge zwischen dem Ijselmeer und der Nordsee. Für uns Binnenländer ein einzigartiges Erlebnis, auf einer doppelspurigen Autobahn über einen so langen Deich zu fahren.
Unser Ziel ist das Wieringermeer im Nordosten der Provinz Nordholland, ein Land, das in den 1920er Jahren trockengelegt wurde. Hier entwickelte sich eine weiträumige, moderne Landwirtschaft mit riesigen Bauernhöfen. Wir verbleiben zwei Tage in diesem Gebiet, bei einem zufälligen Radrennen im Ort sind wir am Strassenrand mit dabei. Der Besuch einer Bekannten aus unserer Schulzeit ist geplant, wir haben uns viel zu erzählen über vergangenen Zeiten. Bei einer Rundreise durch den Norden treffen wir auf riesige bunte Tulpenfelder und viele Leuchttürme strecken sich in die Höhe. Der Weg führt uns an die Nordsee im Westen und nach Enkhuizen am Ijselmeer. Wir sind begeistert von dieser Gegend.
Die Heimreise rückt näher, zuerst benutzen wir die Autobahn Richtung Amsterdam. Kaum in der Nähe dieser Grossstadt ist der erste Stau und wir weichen aus und suchen uns einen Weg auf der westlich gelegenen Autobahn, Richtung Haarlem, Utrecht, sHertrogenbosch Richtung Aachen. Bei Eschweiler verlassen wir die Schnellstrasse und fahren über die Eifel um an die Mosel zu gelangen. Wir erreichen in Kobern das Gasthaus“ Kupferkanne“. Wir machen noch einen Bummel durch den historischen Ort, bevor wir von der Gastwirtin mit einem feinen Nachtessen verwöhnt werden.
Weiter geht unsere Reise, sie führt uns an der Mosel entlang mit ihren unzähligen Schleifen. Ein weiterer Halt in Cochem hat sich gelohnt. Weiter führt uns die Strasse immer direkt dem Fluss entlang, begleitet von unzähligen Ferienschiffen, auch eines unter Schweizer Flagge. Rechts und links sind grosse Weinberge angelegt, diese sind sehr steil, da wartet viel Handarbeit auf die Winzer. In dieser schönen Gegend lohnt es sich etwas Zeit zu nehmen. Über den Hundsrück Richtung Schwarzwald geniessen wir unsere letzten Tage und kommen ohne Zwischenfälle nach Hause. Der Tacho zeigt: 3‘007 gefahrene Kilometer.
Bericht von: Esther


Neueste Kommentare