Tag 1
Die Wettervoraussage hörte sich über Tage nicht gut an. Trotzdem freuten wir uns alle und hofften auf ein Einsehen vom Wettergott. Samstagmorgen starteten wir bei kühlen Temperaturen aber mit Verdeck unten zum Treffpunkt Heidiland. Ohne Pfingststau und überpünktlich traf die Gruppe zusammen um den ersten gemeinsamen Kaffee zu trinken.
Nach kurzem Briefing starteten wir mit 7 MX’s Richtung Alpen. Verdeck runter und los ging es. Leider mussten wir im Vereina-Tunnel verladen, der liebe Schnee verhinderte eine Passfahrt über den Flüela. Ohne grosse Wartezeit wurden wir in 2 Etappen durch den Tunnel geschuckelt.
Es erwartete uns keine Sonne in Susch aber zum Glück auch kein Regen. Im Hotel Selva in Zernez gab es einen kurzen Kaffeehalt.
Weiter ging es via Ofenpass Richtung Südtirol. Die Strassen waren schneefrei und wir konnten die Fahrt so richtig geniessen.
In Mustair wurde uns in der Chasa Chalavaina das Mittagessen serviert. Wir waren schon gespannt. Ein charmanter älterer Herr namens Jon Fasser begrüsste uns in einem uralten Bündner Haus. In der alten Gaststube war für uns schon alles vorbereitet. Menü Surprise «Brunnenkresse», was war das wohl? Wir wurden auf das angenehmste überrascht und durften Regionale Küche unter anderem mit selbstgeschossenem Hirsch und würziger Brunnenkresse, in 2100 Meter von Jon Fasser selber gepflückt, geniessen. Er erzählte uns etwas über die Geschichte des Hauses und über das Dorf Mustair. Gutgelaunt und immer noch bei trockenem Wetter machten wir uns auf den Weg Richtung Grenze, die wir um genau 13.55 Uhr überquerten.
In zügiger Fahrt ging es das Vinschgau hinunter Richtung Gampen Joch (wie schön ohne Pfingststau). Die Fahrt auf den Gampenpass wurde im nu genommen und nach kurzer Trinkpause auf der Passhöhe ging es um 14.20 Uhr, mit etwas Regen, weiter ins Trentino auf den Mendelpass. Kurz nach der Passhöhe wendeten wir und fuhren nach Tret di Fondo in unser Hotel zum Nachtessen und zum wohlverdienten Schlafen (gute italienische Küche, Zimmer etwas kalt aber sehr sauber).
Tag 2
Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir, bei anfangs bedecktem Wetter. Bald kam jedoch die Sonne und wir fuhren durch wunderschöne Weinberge und Täler, (Nonstales = Brez -Arsio-Cloz-Romallo-Revo-Cagno- Vale di Sol u.s.w), zum Passo del Tonale. Nach kurzem Stopp auf der Passhöhe ging es weiter über kurvige schöne Strecken zum Passo della Foppa und Passo Mortirolo. Weiter durch das Valle de Valtellina. Die teils schmalen und sehr kurvenreichen Strassen, erinnerten uns an die Schweizer Alpen. Weiter ging es in nach Grosio. Im Hotel Sasella wurden wir schon zum Mittagessen erwartet. Der Parkservice funktionierte auf das feinste. Wir wurden herzlich willkommen geheissen und durften ein reichhaltiges Menü geniessen.
14.30 Uhr fuhren wir ein kurzes Stück zurück über den Passo Mortirolo und Passo della Foppa. Auf dem Passo dell Aprica genossen wir bei Sonnenschein eine kurze Pause und fuhren weiter mit auf unsere Wägelchen zugeschnittenen Strassen nach Sondrio Richtung Grenzübergang Campocologno zurück in die Schweiz. Um 16.20 gab es einen kurzen Tankstopp und weiter ging’s auf kurvigen fast verkehrsfreien Strassen weiter zu unserem Hotel Croce Bianca nach Poschiavo. Nach einer kurzen Dusche und einem kurzen Lauf ins Hotel Albrici durften wir im historischen Sybillen-Saal den Willkommensapéro mit guter Pizza geniessen. Der Hotelinhaber, Herr Zanolari erzählte uns etwas über den Werdegang seiner Hotels und über die alten Gemäuer.
Nach kurzem Rundgang durch das Dorf konnten wir uns zu einem sehr guten Nachtessen an die grosse Tafel setzen. Es wurde angeregt über die vergangen 2 Tage diskutiert, über die Routen, das gesehene und über andere blöde Autofahrer die unsere MX’s in Gefahr gebracht hatten.
Tag 3
Um 10.00 Uhr starteten wir bei nicht unfreundlichem Wetter auf unsere 3. Etappe von Poschiavo zum Berninapass. Der Berninapass ist sehr einfach und schön zu fahren. Es hat breite Strassen, schöne viele übersichtliche Kurven, so dass wir im flotten Tempo vorankamen und den Pass überqueren konnten.
Weiter führte die Strecke nach Pontresina, Richtung St. Moritz, Samaden, Soul, Zernez auf den Albulapass. Leider hatte sich das Wetter verschlechtert. Der Albulapass zeigte sich von seiner rauhen Seite. Links und rechts der Strasse gab es viel neuen Schnee und das Wetter war kalt und grau. Nach kurzem Kaffeestopp ging es weiter auf teils enger schmaler Strasse, was natürlich kein Problem für unsere MX’s ist, hinunter nach Bergün-Tiefencastel nach Alvaneu wo es schon wieder zu essen gab.
Diese Pfingstausfahrt kam mir manchmal wie eine kulinarische Rundreise vor. Aber es war im Restaurant Belfort wiederum sehr gut und reichlich. Auf direktem Wege ging es von Alvaneu ins Heidiland wo einige von uns auf einen Schlusskaffee verzichteten und wir uns voneinander verabschiedeten.
Resümee
Für die schlechte Wettervoraussage die vor den Pfingsten herrschte, konnten wir doch durchwegs bis auf ganz wenige Ausnahmen mit Verdeck unten fahren. Die Fahrstrecken waren schön, vielseitig und gut gewählt. Es gab für jeden Fahrstil etwas.
Besonderen Dank an den Organisator Charly, vielen Dank auch an Isa für die Unterstützung. Es war sicher nicht einfach. Es musste innert kurzer Zeit eine neue Route nur auf der Landkarte geplant werden. Für uns alle war es eine entspannte, schöne, teils sonnige und kurzweilige Pfingstausfahrt.
Bericht: Yvi